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Iwona Glinka
Die mehrfach ausgezeichnete Dr. Dr. Iwona Glinka ist Solistin, Pädagogin, Aufnahmekünstlerin, Orchester- und Kammermusikerin sowie eine führende Interpretin neuer, experimenteller Musik. Im Jahr 2016 gründete sie das Phasma-Music Ensemble, dessen künstlerische Leiterin sie ist und in dem sie auch selbst als Musikerin bei zahlreichen Konzerten auftritt. Als Solistin, Kammermusikerin (unter anderem als Mitglied des renommierten Hellenic Contemporary Music Ensemble von Theodore Antoniou) und Orchestermusikerin (Soloflötistin des Athener Symphonieorchesters) ist Iwona Glinka sowohl in Griechenland – wo sie seit 1995 lebt – als auch in Amerika, Europa und Asien aufgetreten. Sie hat ein großes Interesse an zeitgenössischer Musik geweckt, was zu mehr als 1.000 Uraufführungen von Komponisten aus der ganzen Welt führte; über 500 dieser Werke wurden eigens für sie komponiert.
Iwona Glinka wurde in Kwidzyn geboren. Sie absolvierte die Staatliche Musikschule in Danzig in der Flötenklasse von Elżbieta Czapor und setzte ihr Studium an der Musikakademie Danzig in der Klasse von Krzysztof Langman fort. Im Jahr 2009 promovierte sie an der Musikakademie Krakau im Fach Flöte. Ihre Promotion basierte auf einer für Polen wegweisenden Dissertation über die Interpretation der Flötenwerke von Brian Ferneyhough – verfasst unter der Betreuung von Barbara Świątek-Żelazna – sowie einem Konzert mit Werken dieses bedeutenden Komponisten. 2012 erlangte sie an der Nationalen Universität Athen einen Doktortitel in Musikwissenschaft mit einer Dissertation über Werke für Soloflöte zeitgenössischer griechischer Komponisten, betreut von Apostolos Kostios.
Von 1991 bis 1994 besuchte sie dank eines Stipendiums der Baloise Holding die Sommerkurse an der Musikakademie in Lenk (Schweiz), wo sie bei Peter-Lukas Graf studierte. 1992 nahm sie – gefördert durch ein Stipendium des Darmstädter Oberbürgermeisters – an den dortigen Sommerkursen für Neue Musik teil und verfeinerte ihre Interpretationsfähigkeiten bei Pierre-Yves Artaud. 1996 setzte sie ihre Ausbildung in Italien an der Fondazione Accademia Perosi International Academy of Music in Biella fort – erneut unter der Leitung von Peter-Lukas Graf – und ab 1997 in Paris auf Einladung von Pierre-Yves Artaud an der École Normale de Musique de Paris.
Neben ihrer regulären Konzerttätigkeit wurde Iwona Glinka als Gastkünstlerin zu zahlreichen Musikveranstaltungen eingeladen, darunter: die 33. und 34. Ausgabe des Festivals „Days of New Music“ (2024, 2025, Chișinău, Moldawien), das 43. Internationale Festival für Musikkunst „Virtuosos“ (2024, Lwiw, Ukraine), das Internationale Festival der Krakauer Komponisten (2021, Polen), die „Music Together Wherever“-Convention der Mid-Atlantic Flute Association (2021, Washington, USA), die „Ibla Grand Prize Winners Tour“ (2018, Carnegie Hall, USA), die internationale Konferenz „Research Hands on Flute“ (2017, Aveiro, Portugal), die Convention der National Flute Association (2016, San Diego, USA), die Convention der Canadian Flute Association (2015, Toronto, Kanada), das Festival für geistliche Musik auf Patmos – 5. und 10. Ausgabe (2005, 2010, Griechenland), „Electro Media Works“ (2008, Athen, Griechenland), das International James Galway Flute Festival (2007, Auftritt auf persönliche Einladung von James Galway, Weggis, Schweiz), die „Mediterranean Contemporary Music Days“ – 3. und 4. Ausgabe (2005, 2006, Istanbul, Türkei), das 3. Flötenfestival in Madison (2006, USA), das Archanes-Festival (2002, Kreta, Griechenland), die „Days of Contemporary Music“ (2002, Athen, Griechenland), das Schönberg-Festival (2001, Athen, Griechenland), das Internationale Flötenfestival in Rom (1997, Italien) sowie die International Computer Music Conference (1997, Thessaloniki, Griechenland). Sie erhielt bedeutende Fördermittel für die Beauftragung, Aufnahme und Aufführung neuer Werke von: der Costopoulos Foundation (2020, 2017, 2013, Griechenland), der Norwegian Society of Composers (2017), dem Adam Mickiewicz Institute (Programm „Polish Culture Around the World“; 2015, 2016, Polen), der Britten-Pears Foundation (2012, Großbritannien), der RVW Trust Foundation (2012, Großbritannien) und der Alberta Foundation for the Arts (2012, Kanada).
Iwona Glinka hat Aufnahmen für siebzig Alben eingespielt und ist auf diesen zu hören; die Veröffentlichungen erschienen bei europäischen, kanadischen, polnischen und amerikanischen Labels wie Ars Sonora, Sarton Records, Universal, BMG, Auris Subtilise, Centaur Records, Irida, Magni, Legend, Phasma Music u. a.
Iwona Glinka wurde mit zahlreichen Preisen, Auszeichnungen und Stipendien geehrt, darunter vier Goldmedaillen („Awards of Excellence“) bei den Global Music Awards (2024, 2019, 2018, 2017), eine Nominierung für die renommierten International Classical Music Awards (ICMA) 2018 (Kategorie: Zeitgenössische Musik), eine Nominierung für die 18. Independent Music Awards sowie zwei Hauptpreise beim internationalen Wettbewerb „Musical Eagles“ in der Kategorie „Erstaufführung“ (2025, 2023).
Iwona Glinka ist Yamaha-Künstlerin.
Iwona Glinka ist eine hervorragende Flötistin und Musikerin, deren reiner, silbriger Klang selbst den abgestumpftesten Zuhörer zu begeistern vermag.
David DeBoor Canfield / FANFARE MAGAZINE / Mai/Juni 2017