Photo © Pierre-Alain Balmer

Biografie

Pierre-Alain Balmer ist ein in Genf lebender, autodidaktischer Fotograf, der im Alter von neun Jahren mit dem Fotografieren begann, als er seine erste Kamera bekam. Als Teenager kaufte er sich seine erste analoge Spiegelreflexkamera und entwickelte seine Filme selbst im Badezimmer seiner Familie. Während einer Reise nach New York im Jahr 2011 nahm er seine künstlerische Fotografie wieder auf. Er bildete sich bei professionellen Fotografen weiter, indem er Workshops und Meisterkurse in der Schweiz, Frankreich und Großbritannien besuchte. Dies ermöglichte es ihm, seine Technik zu verfeinern und seine künstlerische Vision zu entwickeln.

Seine persönlichen Arbeiten bewegen sich im Bereich der humanistischen und sozialkritischen Fotografie mit einem intimen Ansatz. Er interessiert sich für gesellschaftliche Veränderungen und den Wandel des Alltags und dokumentiert diese.

Er ist Autor zweier Bücher: „Fragile“ (2020), im Selbstverlag erschienen, und „Harmony“ (2023), erschienen bei Éditions Till Schaap. Ein drittes Buch mit dem Titel „Abandon“ ist in Vorbereitung. Beide Bücher werden in der Schweiz und in ganz Europa vertrieben.

Er stellt regelmäßig aus, sowohl solo als auch mit Fotografenkollektiven. Er wurde vom Protestantischen Sozialzentrum für fragile Arbeit sowie vom „Festival der Goldenen Flöte“ in Gland (Waadt) und dem Musikfestival „Les jeunes parmi le jazz“ in Lancy (Genf) zu Ausstellungen eingeladen. Außerdem beteiligt er sich regelmäßig an Ausstellungen der Galerie Focale in Nyon, gemeinsam mit den Förderern der Galerie.

Sein Projekt „Fragile“ thematisiert die prekäre Lage in Genf anhand einer Reihe von Schwarz-Weiß-Porträts, die er mit intimen Aufnahmen oder Momentaufnahmen unserer anonymen, urbanisierten Umgebung kombiniert. Diese Arbeit wurde 2019 bei der Nuit de la Photo in La Chaux-de-Fonds gewürdigt, wo er im Portfolio-Wettbewerb zu den Finalisten gehörte. Er stand zudem auf der Shortlist für den Swiss Press Award 2022.

Von 2020 bis 2023 setzte er seine künstlerische Tätigkeit mit dem Projekt „Harmony“ fort, das die Arbeit von Geigenbauern und anderen Musikinstrumentenherstellern in den Fokus rückt.

Im Jahr 2024 realisierte er ein Projekt über die Auswirkungen des Klimawandels auf Schweizer Skigebiete, die schließen mussten und seitdem verfallen sind.

Seine Arbeit führt ihn auch zur Berichterstattung über Klassik- und Jazzfestivals. Dabei konzentriert er sich auf die Beziehung zwischen Musiker und Instrument sowie auf die Interpretation eines Musikstücks. Seit fast zehn Jahren ist er einer der offiziellen Fotografen der Festivals „Golden Flute Classic“ und „Jazz Among Young People“.